Die Vereinschronik des FV Weilerbach
Aus der Frühgeschichte des Vereins lässt sich leider nur sehr wenig berichten, weil schriftliche Unterlagen nicht mehr vorhanden sind. In einem noch gut erhaltenen Protokollbuch wurden die ersten Eintragungen über eine außerordentliche Generalversammlung am 9. Juli 1922 vorgenommen. Unstrittig ist aber, dass der Verein im Jahre 1912 bestanden haben muss, nachdem einmal in einer Festschrift des Fußballvereins "Olympia -Ramstein" zu lesen war, dass die Ramsteiner Mannschaft ihr erstes Spiel im Mai 1912 gegen die Mannschaft aus Weilerbach 2:0 verlor, und dass im Herbst 1912 eine C-Klasse gebildet wurde mit den Vereinen Ramstein, Hütschenhausen, Landstuhl, Weilerbach und noch einigen Mannschaften, zum zweiten fand laut Protokollbuch am 8. Mai 1927 das 15-jährige Stiftungsfest statt. Nach der Gründung brach dann 1914 der erste Weltkrieg aus und der Spielbetrieb, zu damaliger Zeit ohnehin nicht in der geordneten Form wie heute, kam zum Erliegen und wurde erst wieder im Jahre 1919 aufgenommen.
Aus mündlicher Überlieferung durch den leider verstorbenen Ehrenvorsitzenden Alois Stenzhorn soll die Weilerbacher Mannschaft anfangs der 20er Jahre in den sogenannten Sechserkämpfen überall gefürchtet gewesen sein. Zu einem geordneten Spielbetrieb kam es erst Mitte der 20er Jahre. Ein stetiges Auf und Ab, auf verschiedenen Plätzen spielend, zuerst am Sandhübel, dann am Wasser, dann wieder am Sandhübel, jeweils abhängig von den Grundstückseigentümern, die dann auch das Vereinslokal hatten, war der Verein eigentlich nie auf Rosen gebettet. Nachdem ein Gesuch an die Gemeinde Weilerbach, einen Sportplatz zur Verfügung zu stellen, im Januar 1924 keinen Erfolg hatte, musste der Spielbetrieb eingestellt werden, konnte 1925 allerdings wieder aufgenommen werden. Im Jahre 1933 fanden dann diverse Gespräche mit den Verantwortlichen des Turnvereins statt, zwecks Zusammenschlusses. Dieser erfolgte dann auch im Oktober 1933. Der Radfahrerverein kam später noch dazu, ebenfalls der Club "Frohsinn". Der Verein nannte sich seinerzeit Turn- und Sportverein. Am 30. Oktober 1936 wurde in der Wirtschaft "Lang" in einer Gründungsversammlung der Fußballverein Weilerbach neu ins Leben gerufen. 1. Vorsitzender wurde einstimmig Alois Stenzhorn.
Das 1. Freundschaftsspiel nach Wiedergründung fand am 27. Dezember 1936 auf dem Sportplatz Sandhübel gegen Rodenbach statt und endete 3:3. Am 2. Februar 1940 wurde der Antrag eingebracht, wegen der Kriegslage den Verein bis Kriegsende ruhen zu lassen. Bereits am 29. Dezember 1945 fand eine durch die Militärregierung genehmigte provisorische Gründungsversammlung statt, die ordentliche Gründungsversammlung folgte am 7. Juni 1946. Am 31. Dezember 1946 hatte der Verein 178 Mitglieder, und dank vieler Spenden ein Guthaben von RM 4.057,00. Der Spielbetrieb lief wieder an und in der Saison 1947/48 konnte die Meisterschaft errungen werden. Anfang 1948 zählte der Verein 242 Mitglieder und im gleichen Jahr stellte sich erneut die Platzfrage. Nachdem eine Pachtverlängerung mit dem Eigentümer des Sandhübels nicht erreicht werden konnte, wurde Anfang 1949 der Wechsel zum Schellenberg beschlossen; ebenfalls in dieser Zeit wurde der Verein in das Vereinsregister als "e.V." eingetragen. Am 20. August 1950 konnte das neue Gelände am Schellenberg eingeweiht werden. Die 1. Mannschaft spielte in den 50er Jahren in der A-Klasse mit wechselndem Erfolg und musste nach 11-jähriger Zugehörigkeit nach der Saison 1958/59 in die B-Klasse absteigen.
Häufige Wechsel innerhalb der Vorstandschaft anfangs der 60er Jahre waren keine guten Voraussetzungen für eine kontinuierliche Zusammenarbeit zum Wohle des Vereins. Ungeachtet dessen fand am 29. Juli 1962 das 50-jährige Vereinsjubiläum statt. In der Generalversammlung im November 1965 wurde dann der Sportkamerad Karl Johe zum 1. Vorsitzenden, zu seinem Stellvertreter Werner Fuhrmann gewählt, der dann 1969 als 1. Vorsitzender die Vereinsleitung übernahm. Dann stellte sich erneut die Platzfrage, da das Pachtverhältnis durch den Verpächter des Sportgeländes am Schellenberg gekündigt wurde. Der Verein suchte nach einer Lösung, die ihn nach nahezu 60-jährigem Bestehen unabhängig von Privateigentümern machen sollte. Man fasste das Gelände an der Haardt, das zum größten Teil Eigentum der Gemeinde war, ins Auge und stellte bei der Gemeinde Weilerbach einen Antrag auf Überlassung im Pachtverhältnis auf 99 Jahre. Die Gemeinde stand diesem Antrag sehr positiv gegenüber und schloss einen Pachtvertrag über 99 Jahre, der später in einen Erbbauvertrag umgewandelt wurde. So konnte dann bis im Spätsommer 1969 mit großer Hilfe der Amerikaner das Gelände in einen Zustand gebracht werden, der weitere Planungen möglich machte. Nachdem die beiden Spielfelder in ihren Abmessungen erkennbar waren, begann man mit der Planung des Sportheims. Die Baukosten für das Sportheim wurden mit 140.000 DM veranschlagt, und so wurde am 16. Dezember 1969 der Plan zur Genehmigung eingereicht.
Nach Plangenehmigung und Sicherstellung der Finanzierung konnte am 25. April 1970 mit den Arbeiten begonnen werden. Dank vieler treuer Helfer gingen die Arbeiten sehr schnell voran, so dass am 1. Mai 1971 das Sportheim unter großer Anteilnahme der Öffentlichkeit seiner Bestimmung übergeben werden konnte. Der Rasenplatz wurde 1972 in Betrieb genommen. Hauptanliegen im Zusammenhang mit dem Sportheimbau war sanitäre Anlagen zu schaffen und eine Gaststätte zur Deckung der anfallenden Kosten zu integrieren. Trotz des neuen Sportgeländes konnte die 1. Mannschaft den Erwartungen nur teilweise gerecht werden und musste im Spieljahr 1976/77 den Weg in die C-Klasse antreten. Zu den positiven Ereignissen der 70er Jahre gehört sicherlich auch die Gründung der Damengymnastikgruppe im Jahr 1975. Durch die Gründung einer Damenmannschaft zur Saison 1981/82 wurde der Frauenanteil im Verein noch einmal gesteigert, die dann auch im Spieljahr 1984/85 zu Meisterehren kam. Seit Herbst 1985 bietet der Verein auch das Mutter- und Kindturnen an. Das Highlight der 80er war der Wiederaufstieg der 1.Mannschaft in die B-Klasse im Jahr 1987. In den folgenden Jahren belegte die Mannschaft immer einen der vordersten Plätze. 1988 wurde der Trainingsplatz mit erheblicher Bezuschussung aus Mitteln der Sportförderung ausgebaut, ebenfalls versehen mit einer Beregnungsanlage. Da in der Saison 1989/90 der FV Weilerbach und der FV Linden punktgleich Tabellenerster waren, musste ein Entscheidungsspiel Klarheit darüber geben, wer in die A-Klasse aufsteigt. Vor einer großen Kulisse auf dem Sportgelände des TuS Hohenecken unterlag der FV Weilerbach am 11.Mai 1990 dem FV Linden im Elfmeterschießen, nachdem es nach regulärer Spielzeit 1:1 stand. In der Generalversammlung im August 1995 wurde Gunter Jörg 1. Vorsitzender des Vereins, nachdem Werner Fuhrmann nach 26 Jahren ununterbrochener Tätigkeit als 1. Vorsitzender einen reibungslosen Übergang vorbereitet hatte. Nachdem in der Saison 1998/99 die Meisterschaft der 1. Mannschaft knapp verpasst wurde, gelang dann aber in der folgenden Saison 1999/2000 die Meisterschaft in der Kreisliga Kaiserslautern/Kusel mit großem Vorsprung vor dem Tabellenzweiten FSV Krickenbach. In der Bezirksklasse Mitte errang man in der Saison 2002/03 den 2.Platz, scheiterte in der Relegation um den Aufstieg in die Bezirksliga jedoch knapp. Nachdem in der Folgesaison der Abstieg in die Kreisliga vermieden werden konnte, wurde im Sommer 2004 Stefan Schehl als Spielertrainer verpflichtet. Im Mai 2005 gelang im letzten Spiel mit einem Sieg in Hundheim-Offenbach der große Wurf. Der FV Weilerbach feierte mit seiner 1.Mannschaft den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte, den Aufstieg in die Bezirksliga Westpfalz. Da in der Bezirksliga keine Reserverunde ausgespielt wird, nahm die 2.Mannschft des FV Weilerbach den Spielbetrieb in der Kreisklasse Kaiserslautern/ Kusel auf. In den beiden ersten Jahren der Bezirksligazugehörigkeit spielte die 1.Mannschaft im oberen Tabellendrittel mit, die 2.Mannschaft errang in der Saison 2006/07 mit großem Vorsprung die Meisterschaft und stieg in die Kreisliga Kaiserslautern/Kusel auf. Am Ende der Runde stand ein hervorragender 2.Tabellenplatz zu Buche. Eine Teilnahme an den Relegationsspielen zum Aufstieg in die Bezirksklasse Mitte blieb unserer 2.Mannschaft aber bedauerlicherweise verwehrt, da die 1.Mannschaft nach 3-jähriger Zugehörigkeit zur Bezirksliga den bitteren Gang in die Bezirksklasse antreten musste. Im Kreispokal spielte die 2.Mannschaft eine hervorragende Rolle und wurde 2008 nach einem Sieg im Finale gegen den FV Bruchmühlbach verdient Kreispokalsieger. Nach dem Abstieg der 1.Mannschaft in die Bezirksklasse lautete das Ziel für die neue Saison sofortiger Wiederaufstieg. Mit 11 Punkten Vorsprung wurde souverän die Meisterschaft errungen. In der Saison 2009/10 gehört die 1.Mannschaft wieder der Bezirksliga Westpfalz an. Die 2.Mannschaft steigt in die neue Runde mit einem stark verjüngten Team ein und hofft ebenso wie die 1.Mannschaft auf ein erfolgreiches Abschneiden im neuen Spieljahr.
2004 übernahm Jürgen Georgi das Amt des 1.Vorsitzenden. Im März 2007 löste Hans Werner Fuhrmann Jürgen Georgi als 1.Vorsitzender ab. Der FV Weilerbach ist seit Frühjahr 2008 stolzer Mitinhaber eines Geräteparkes zur Rasensanierung. Mit einem wesentlich geringeren finanziellen Aufwand können am Rasenplatz nun jedes Jahr Regenerationsmaßnahmen vorgenommen werden, um allen am Trainings- und Spielbetrieb teilnehmenden Teams optimale Bedingungen zu bieten. Der FV Weilerbach kann auch auf seine Jugendarbeit stolz sein, im neuen Spieljahr 2009/10 nehmen die C-, D-, E-, F- und G-Jugend am Spielbetrieb teil. Weiterhin haben wir eine AH-Mannschaft, die fleißig trainiert, an der Pokalrunde teilnimmt und regelmäßig Freundschaftsspiele austrägt. Der Verein zählt zur Zeit knapp 700 Mitglieder.
An dieser Stelle sei allen ehrenamtlichen Helfern gedankt, die sowohl im Jugendbereich als auch bei den aktiven Mannschaften stets zum Wohle des Vereins gehandelt haben.