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FV Weilerbach - FV Kusel 1:1 (1:0)
15. Spieltag (20.11.2011 / 14:45 Uhr)

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Im ersten von 4 aufeinander folgenden Heimspielen empfing der FV Weilerbach mit dem FV Kusel den aktuellen Tabellenzweiten der Liga. Es entwickelte sich von Beginn an vor ca. 150 Zuschauern ein kampfbetontes und spannendes Spiel. Nach zuletzt 6 Siegen in Serie startete das Heimteam, mit entsprechendem Selbstvertrauen ausgestattet und bis auf den wiedergenesenen Dennis Licht in unveränderter Startaufstellung, schwungvoll in die Partie. So hatte der FVW bereits nach wenigen Minuten durch Dimitrij Kislejko die Großchance zur Führung, als dieser nach einem schönen Seitenwechsel von der rechten Seite allein auf den Keeper zusteuerte. Im Abschluss zu unentschlossen, konnte dieser den Ball aber nicht im Tor unterbringen. In der Folge rieben sich beide Mannschaften immer wieder in verbissen geführten Zweikämpfen im Mittelfeld auf, ohne dass eines der beiden Teams sich entsprechende Vorteile erspielen konnte. Kusel agierte aus einer kompakten Abwehr heraus und versuchte immer wieder den Ball zügig in die eigenen Sturmreihen zu bringen. Diese waren bei der aufmerksamen Abwehr des FVW aber bestens aufgehoben, so dass jegliche Gefahr schon im Keim erstickt wurde. Trotzdessen zeigte sich früh, dass Kusel ein anderes Kaliber als die letzten Gegner war. Dies machte sich auch darin bemerkbar, dass im Offensivspiel des FVW vieles auf Einzelaktionen ausgelegt war, diese in der vielbeinigen Abwehr aber zumeist hängenblieben. So kam die in den letzten Spielen so gefährliche Offensive von Weilerbach nur langsam in Fahrt. Nach knapp 15 Spielminuten konnte man sich über die rechte Seite fein durchspielen, die Flanke geriet aber etwas zu lang, so dass Thomas Bolzer den Ball im Zentrum nicht erreichen konnte. In dieser Aktion wurde der Spieler des FVW im Luftkampf von einem Gegenspieler regelwidrig von hinten zu Fall gebracht, was dem Referee, der im Laufe des Spiels noch öfter in den Blickpunkt rücken sollte, verborgen blieb. Kurz darauf kam Kusel zu seiner ersten Chance. Dennis Licht, der heute wieder zwischen den Pfosten stand, konnte den Ball jedoch per Fußabwehr ins Toraus klären. Dies sollte in Halbzeit eins die einzige und letzte Chance der Gäste bleiben. Fortan übernahm Weilerbach immer mehr die Initiative und konnte sein Kurzpassspiel nunmehr immer weiter in die Hälfte des Gegners tragen. Klare Chancen blieben aber zunächst Mangelware. Ein Angriff des FVW wurde in der 39. Minute abgefangen. Vitali Unterberg, der wieder weite Wege ging, setze dem Leder nach, konnte den Ball an der Eckfahne seinem Gegenspieler wegspitzeln, überlief zwei Abwehrspieler und passte präzise zu Thomas Bolzer, der nur noch zum viel umjubelten Führungstreffer über die Linie schieben musste. Betrachtet man den Spielverlauf der ersten 45 Minuten, war diese Halbzeitführung unterm Strich verdient.

Entgegen der Lethargie der vergangen Spiele zu Beginn der zweiten Halbzeit, setzte der FVW Kusel vom Anpfiff weg unter Druck und erspielte sich im Minutentakt klare Einschussmöglichkeiten. So ersprintete Vitali Unterberg einen langen Pass, überlupfte den herausgeeilten Keeper, konnte den Ball dann aber nicht im Tor unterbringen, da ein Abwehrspieler das Leder kurz vor der Linie aus der Gefahrenzone schlug. Das erlösende zweite Tor wollte einfach nicht fallen. Kurios die 53. Spielminute. Ein Kuseler Spieler kam im äußeren Sechzehnereck an den Ball, legte sich diesen zu weit vor und kam dabei ins Straucheln. Der ihm nacheilende Alexander Nieborwosky zog zurück, um ja keinen Elfmeter zu verursachen. Doch zur Verwunderung aller entschied der Unparteiische in dieser Situation auf Elfmeter. Den hart aber unplatziert getretenen Strafstoß konnte Dennis Licht noch parieren, beim Nachschuss von Florian Niebergall, der das Leder aus wenigen Metern unter die Latte nagelte, war er jedoch machtlos. Dieses Tor schien Kusel Auftrieb zu geben, da sie in der Folge ihre defensive Haltung aufgaben und ihrerseits immer wieder zu gefährlichen Angriffen ansetzten. Es entwickelte sich in den verbleibenden Spielminuten ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Der Schiedsrichter, der in der ersten Hälfte in der Zweikampfbewertung noch großzügig war, entschied in den sich nun häufenden kniffligen Situationen zumeist gegen den FVW und zückt zu aller Unverständnis mehrmals den gelben Karton. Kuseler Spieler blieben in ähnlichen Situationen von persönlichen Strafen verschont. Wenige Minuten vor Schluss überschlugen sich die Ereignisse. Zunächst umspielte der eingewechselte Tiago Macedo zwei Abwehrspieler, legte den Ball am herausstürzenden Torwart vorbei und wurde von diesem klar von den Beinen geholt. Der Elfmeterpfiff blieb jedoch aus. Im direkten Gegenzug sah die Abwehr des FVW, die mit Fortdauer des Spiels an Souveränität verlor, schlecht aus. Ein Kuseler Spieler spielte den Ball ungehindert in die Mitte. Dennis Licht, konnte das Leder mit den Fingerspitzen nur abklatschen und der Ball trudelte langsam Richtung Tor. Stefan Hauck und ein Stürmer setzen diesem nach, wobei der Abwehrspieler des FVW und der Ball im Tor landeten. Der Jubel des Kuseler Anhangs wurde durch eine Freistoßentscheidung für den FVW jäh unterbrochen, da der Schiedsrichter auf Stürmerfoul entschied. In der Nachspielzeit konnte Julian Globisch einen Eckball aus wenigen Metern Torentfernung dann leider nicht entscheidend drücken und setzte diesen knapp übers Tor, so dass man sich leistungsgerecht, aber etwas unglücklich, mit 1:1 trennte. Schade, dass ein an sich gutes Spiel keinen besseren Leiter hatte.


Stimmen zum Spiel

A.Jendro:
Alles in allem war die zweite Halbzeit des FVW deutlich schlechter wie die erste Hälfte. Man war einfach zu passiv und gestattete dem Gegner zu viel Räume durch einfache Ballverluste. Erwähnenswert war jedoch die schlechte Schiedsrichterleistung inklusive Elfmeterpfiff.

Julian Globisch:
Die Führung in der ersten Halbzeit war aufgrund der Chancen verdient. Zu Beginn der zweiten Hälfte haben wir dann versäumt das zweite Tor zu erzielen. Kusel ist durch einen fragwürdigen Elfmeterpfiff dann zurück ins Spiel gekommen und konnte dieses bis zum Schluss ausgeglichen gestalten.


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